08. Oktober 2017

Vorstandswahlen bei VAB und BDR:

Fachgewerkschaften bringen sich in Position

Beim Verband der Arbeitnehmer der Bundeswehr (VAB) und dem Bund Deutscher Rechtspfleger (BDR) - beide sind Mitglieder des dbb sh - fanden Vorstandswahlen statt. Beim VAB wurde Karsten Stelk als Vorsitzender für den Bereich I bestätigt, beim BDR wurde Sabine Fohler-John (links, neben dbb Landesbundvorsitzenden Kai Tellkamp) zur neuen Vorsitzenden und Nachfolgerin von Uwe Harm gewählt.

Die Veranstaltungen haben einmal mehr deutlich gemacht: Unter dem Dach des dbb sind sowohl Gewerkschaften, die Beamte vertreten als auch solche, die Tarifbeschäftigte vertreten, gut aufgehoben.

Beim VAB, der in der Probstei tagte, wurden tarifpolitische Herausforderungen diskutiert und bereits Weichenstellungen für die Einkommensrunde 2018 vorgenommen. Auch in Schleswig-Holstein soll dazu beigetragen werden, dass die Tarifrunde für Bund und Kommunen ein Erfolg wird. Es gilt, Anpassungen im TVöD vorzunehmen und natürlich, eine spürbare Einkommensanpassung durchzusetzen - wenn es sein muss, unter Einsatz von Arbeitskampfmaßnahmen. Bereits jetzt zeichnet sich ab, dass es eine Debatte geben wird, inwieweit soziale Komponenten Gegenstand eines Tarifabschlusses sein sollen.

Der BDR tagte in Kiel, wobei an der öffentliche Veranstaltung auch Justizministerin Dr. Sütterlin-Waack teilgenommen hat. Zu den wichtigsten Forderungen des BDR zählen die Anhebung des Einstiegsamtes sowie attraktive Beförderungsmöglichkeiten. Zudem müsse der Beruf des Rechtspflegers mehr Bekanntheit und Wertschätzung erfahren.

dbb Landesbundvorsitzener Kai Tellkamp war bei beiden Veranstaltungen dabei und hat unter anderem die Bedeutung der Nachwuchsgewinnung sowie die diesbezüglichen Erfordernisse herausgestellt: "Bevor der öffentliche Dienst seine Einkommens- und Arbeitsbedingungen marktgerecht angepasst hat, hat die Privatwirtschaft bereits dreimal reagiert! Politik und Arbeitgeber müssen hier schneller und flexibler werden!"