
Die Gewalt gegen Beschäftigte des öffentlichen Dienstes nimmt spürbar zu. Das zeigen auch Umfragen des dbb. Betroffen sind nicht nur Polizei und Justiz, sondern nahezu alle Behörden und Einrichtungen mit Nähe zu den Menschen. Zum Beispiel in kommunalen Dienststellen oder in Schulen gibt es viele Vorfälle, die häufig gar nicht öffentlich wahrgenommen werden und Konsequenzen haben. Dabei geht es nicht nur um körperliche Gewalt, sondern auch um ebenso nicht tolerierbare verbale oder psychische Gewalt. „Bürgernähe darf nicht dazu führen, dass die Beschäftigten zur Zielscheibe für Aggressionen frustrierter Bürger werden“, so dbb Landesbundvorsitzender Kai Tellkamp.
Vor diesem Hintergrund begrüßen wir, dass in Schleswig-Holstein an einer gemeinsamen Erklärung des Landes, der Kommunen und der gewerkschaftlichen Spitzenorganisationen gearbeitet wird, um ein klares Zeichen zum Schutz der Beschäftigten vor Gewalt zu setzten. Der dafür eingerichtete Arbeitsgruppe gehören seitens des dbb sh die Landesvorstandsmitglieder Kai Tellkamp und Daniela Schönecker an, die als Personalrätin für eine Berücksichtigung der Praxiserfahrungen Sorge trägt.
Mit der angestrebten Erklärung soll auch ein Auftrag aus dem aktuellen Koalitionsvertrag erfüllt werden. Das ist gut so. Für den dbb sh kommt es aber darauf an, dass es nicht bei einer Erklärung bleibt, sondern dass in allen Dienststellen ein Mindestschutz- und Unterstützungsniveau etabliert wird, das den Beschäftigten wirklich hilft. Sobald ein Ergebnis vorliegt, werden wir berichten.
Auch die dbb jugend schleswig-holstein widmet sich dem Thema “Gewalt im öffentlichen Dienst” und hat dazu einen Austausch mit Landtagspolitikern durchgeführt (siehe unten “verwandte Nachricht”). Auch hier wird deutlich: der dbb Landesvorstand und die dbb jugend ziehen an einem Strang!