23. April 2026

Jugendpolitisches Frühstück mit der dbb jugend

Gewalt im öffentlichen Dienst

  • Bildquelle: dbb jugend

"Gewaltprävention - Sicherheit im öffentlichen Dienst" - dieses Thema stand im Fokus des Jugendpolitischen Frühstücks der dbb jugend sh am 22. April 2026.

Mit den Politikern Herrn Dr. Michael Schunk (SSW), Herrn Dr. Heiner Garg (FDP) und Herrn Ole Plambeck (CDU) konnte sich die dbb jugend ausführlich über die steigende Gewalt gegen Beschäftigte im öffentlichen Dienst austauschen.

 

Die dbb jugend betonte dabei den Wunsch nach einer deutlich wertschätzendere Kommunikation über den öffentlichen Dienst aus der Politik. Besonders die derzeitige dauerhafte Bezeichnung des öffentlichen Dienstes als Kostenfaktor erweist sich als nicht förderlich für die Akzeptanz bei der Bevölkerung und ist vor allem nicht vertretbar, da der öffentliche Dienst den Staat am Laufen hält. 

Der dbb jugend ist es wichtig, dass das Thema Gewalt im öffentlichen Dienst nicht nur reaktiv, sondern vor allem präventiv angegangen wird. Hierzu muss die Akzeptanz des öffentlichen Dienstes gestärkt werden und der Frust der Bevölkerung durch den Bürokratiewahnsinn deutlich gemindert werden. Dies kann vor allem durch Bürokratieabbau und einen stärkeren Personalkörper erreicht werden. Hierzu sollte bei zukünftigen Gesetzesentwürfen nicht nur der finanzielle, sondern auch der personelle Bedarf im Blick behalten werden. 

Auch redaktionell ist ein Ausbau des Schulungsangebotes erforderlich - gerade im Hinblick auf Führungskräfte und Beschäftigte. Hierbei sollte ein Fokus auf die rechtlichen Grenzen von verbaler, physischer und psychischer Gewalt gelegt werden. 

Außerdem ist der Ausbau des Mediationsprogrammes und der externen Ansprechpartner eine gute Möglichkeit, für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst niedrigschwellige Lösungsansätze und Hilfe zu erhalten. Weiter ist eine konsequentere Strafverfolgung der zur Anzeige gebrachten Gewaltdelikte notwendig.